„Aber nicht doch! Ein Kartenhandy wollen Sie? …Nun ja… dürfte ich Ihnen mal einen unserer Verträge vorstellen?“

Der Satz, mit dem die Misere beginnt. In dem Moment, wenn der Mitarbeiter des Mobilfunkladens dem Kunden sein Vertragsmodell vorstellt, kann dieser eigentlich nicht mehr neinsagen. Er ist stolzer Besitzer eines Handyvertrages, der ihm noch viel Ärger machen kann.

Mit Versprechungen über günstige Tarife, in Verbindung mit einem beinahe geschenkten Mobiltelefon, locken die Anbieter ihre Kunden‐mit Erfolg.

Dann das bittere Erwachen: Beispielkunde will sich ein neues Handy kaufen, Kartentelefon mit Kamera und MP3‐Player, kein Vertrag. Der Verkäufer überredet ihn zu einem Zweijahresvertrag mit einer monatlichen Zahlung von 15 €, dafür „unbegrenztes“ Telefonieren ins Anbieternetz plus ein Jahr kostenlos in ein frei wählbares Netz. Klingt gut, klappt aber nicht. Nach zahlreichen Versuchen die Zusatzflatrate einzurichten, die Nachricht, sie sei nicht mit der Normalflat vereinbar. Dann der nächste Schock bei der ersten Rechnung, anstatt 15,  20 € Grundgebühr plus Mehrwertsteuer und Kosten für die fehlende Zusatzflat. Besuche und Anfragen an die Kundenberatung bewirkten einzig eine Entschädigungszahlung von 25 €. Eine geplante Kündigung, die laut Kundenberatung sofort möglich sei, wird nicht bestätigt.

Die derzeitigen Durchschnittskosten des Kunden betragen etwa
35 €, also 20 € mehr als geplant, ständige Zurückhaltung und Sparen lautet die Devise.

So verdient die Mobilfunkgesellschaft, anstatt der 210 € fürs Handy plus etwa 100 € Guthaben in zwei Jahren, nun um die 840 €. Ein Plus von 530 €!

Kein schlechtes Geschäft – auf Kosten der Kunden. Gerade Schüler sind auf die günstigen Tarife angewiesen geraten aber schnell in die Vertragsfalle, die ihnen dann zum Verhängnis wird.
Aber es geht auch anders: Wer mit seinem Anbieter zufrieden ist, der neigt dazu, ihm treu zu bleiben.

Also liebe Anbieter: Fair bleiben – nur das sichert das Kundenvertrauen!