Ein schwarzer Tag in der Geschichte: Am 11. September 2001 wurde das World Trade Centre in New York bei Terroranschlägen zerstrört. Dabei kamen etwa 3000 Menschen ums Leben. Für viele war das ein erschütterndes Ereignis. Deshalb nahmen auf der ganzen Welt Menschen durch Schweigeminuten Anteil. Einige Musiker hingegen drückten in ihren Liedern Betroffenheit, Trauer und den Wunsch nach Toleranz aus. Den Menschen geben diese Lieder auch heute noch Hoffnung, Kraft und regen sie zum Nachdenken an.

So ein Titel war auch Only Time von der irischen Sängerin Enya. In den USA wurde eine Version mit eingeblendeten Stimmen von Betroffenen später zur inoffiziellen Hymne des 11. September. Das Lied handelt davon, dass die Zeit das einzige ist, was Wunden heilen lässt. Zwar wird man diese Wunden niemals ganz los, aber die Zeit hilft einem, mit ihnen fertig zu werden. Auch die Liebe zu anderen Menschen spielt darin eine große Rolle.

Ursprünglich veröffentlichte Enya das Lied schon im Jahr 2000 auf ihrem Albun „A Day Without Rain“. Im Film „Sweet November“ wird es auch während der Schlüsselszene gespielt, dennoch war Only Time anfangs wenig erfolgreich. Die Verbindung zum 11. September entstand erst, als der New Yorker Finanzmarkler Steve Goulding eine Collage mit Zeitungsfotos und O‐Tönen zu den Ereignissen zusammenstellte und sie als Video im Internet veröffentlichte, unterlegt mit „Only Time“. In kurzer Zeit verbreitete sich das Video im Internet. Darauf wird das Lied im Radio rauf und runter gespielt und das Video vom Nachrichtensender CNN im Fernsehen gezeigt. Auch außerhalb der USA wird „Only Time“ zum Hit, bei uns in Deutschland zum Beispiel stand es sechs Wochen lang auf Platz 1 der Charts.

Mir persönlich gefällt das Lied ebenfalls sehr gut, weil sowohl der Text als auch die Melodie genau das aussagen, was die Menschen zu dem Zeitpunkt gedacht und gefühlt haben müssen. Ich finde es schön, dass dieses Stück so viele Menschen verbindet und ihnen Hoffnung geben. Denn das beweist mal wieder, wie sehr Musik die Welt bewegen kann.

Beitragsbild: „World Trade Center“ von Eric Hunt lizensiert unter (CC BY‐NC‐ND 2.0)