Südlink ist die Bezeichnung für die Übertragungsnetzbetreiber TenneT. Aus Windenergie gewonnene elektrische Energie soll in die südlichen Regionen Deutschlands gebracht werden.

Im Netzentwicklungsplan sind 2014 fünf HGÜ‐Verbindungen (Hochspannungs‐Gleichstrom‐Übertragung) mit einer Übertragungskapazität von 10 Gigawatt eingetragen worden. 2013 wurden zwei dieser Verbindungen in den Bundesbedarfsplan aufgenommen. Diese Verbindungen wurden von dem Bundesrat und Bundestag 2013 genehmigt. Es können nach dem Netztentwicklungsplan mit der Fertigstellung 2024/2034 noch mehr Verbindungen hinzukommen, darüber wird aber noch entschieden.

Im Februar 2014 schlugen die beiden Betreiberfirmen den Verlaufweg für die Trasse von Wilster nach Grafenrheinfeld bei Schweinfurt vor. Somit führt die Trasse durch Schleswig‐Holstein über Niedersachsen, Nordrhein‐Westfalen und von Hessen nach Bayern. Der Bau der Stromtrasse soll weiter von Deutschland nach Norwegen geführt werden, unter dem Namen NORD.LINK. Die ursprünglich geplante Überlandleitung wird jedoch nicht gebaut. Stattdessen sollen Erdkabel verwnedet werden. Die Kosten sollten im einstelligen Milliardenbereich liegen, doch durch die Erdkabel werden nun zusätzliche  Milliarden anfallen, da die Erdkabel das Drei‐ bis Zehnfache kosten. Die geplante Trasse sollte ursprünglich 2016 gebaut werden und soll nach dem neusten Stand 2025 fertiggestellt werden.

Natürlich gibt es bei diesem Thema viel Kritik. Es gab schon viele gescheiterte Trassenvarianten, da sich die Einwohner dieser betroffenen Regionen darüber beschwerten. Ein gutes Beispiel dafür ist die Trassenvariante durch den Schwalm‐Eder‐Kreis.

Auch ich finde Südlink nicht so gut, da durch die neuen Erdkabel ein Magnetfeld entsteht, das bei zu viel Strahlung Krebs verursachen kann.

„strommasten“ von arianta lizensiert unter (CC BY‐NC 2.0)