Maria Brosig Q3

Edward Cullen, Damon Salvator, Elena Gilbert und Dracula haben eins Gemeinsam: Sie sind Vampire und besitzen damit auch das Geschenk oder die Bürde des ewigen Lebens. Für diesen fiktiven Charakter besitzt Zeit keinen bzw. einen sehr geringen oder nebensächlichen Wert. Doch grade diese Tatsache macht dieses übersinnliche Wesen für uns normal Sterbliche so attraktiv. Denn wir besitzen dies Gabe nicht, jedenfalls noch nicht. Denn noch ist die Wissenschaft nicht so weit, ewiges Leben zu generieren.
Zeit ist und bleibt es also in Zukunft auch unser wichtigstes und begrenztes Gut. Man kann auch von der universalen Einheit unserer Welt reden.

Nicht ohne Grund wünschen sich Menschen zu Weihnachten, Ostern oder ihrem Gebustag von ihren Liebsten Zeit. Und je mehr Zeit vergeht, desto kostbarer wird sie in unserem Leben. Grade am Ende fragen wir uns, ob wir die Zeit richtig genutzt haben.

Und genau zu diesem Thema gibt es einen herzzerreißenden und Bauchmuskeln trainierenden Film von Richard Curtis „Alles eine Frage der Zeit“. Der viel zu wenig promotet wurde. Die Hauptperson Tim ist ein sehr charismatischer junger Mann. Doch dieses ist keine normale Lebensgeschichte, Nein. Diese Lebensgeschichte besitzt eine Besonderheit. Er kann wie auch sein Vater in der Zeit zurückreisen, jedoch nur in seiner Eigenen. Dadurch ist dieser keinerlei ein Fantasyfilm, sondern bekommt trotz der Tatsache des Zeitreisens einen ernsthaften Charakter.

Tim, gespielt von Domhnall Gleeson, führt bis zu dem Zeitpunkt des Zeitreisens ein sehr langweiliges Leben. Er ist der typische Außenseiter und ein Frauenmagnet ist er auch nicht. Doch grade eine Freundin wünscht sich der schüchterne Tim am meisten.

Aber wie soll er dieses anstellen? Sein Aussehen ist nicht grade Modellreif. Doch sein Freund Jay, gespielt von Will Merrick, hat die blendende Idee, ein dunkles Restaurant. Man sieht seine Gegenüber nicht und kann mit seinem Charakter und nur damit punkten. Und wie der Zufall es so will lernt Tim die Frau seines Lebens kenne und dank des Zeitreisens wird auch das „Erste Mal“ mit ihr -eigentlich war es das dritte für Tim‐ zu einem vollen Erfolg.

Als dann aber das erste Kind geboren wurde, stellt Tim fest, dass es nicht weiter als bis zu der Geburt zurückreisen kann. Denn dieses eine Spermium bekommt nicht jedes Mal die Eizelle. Dieses stellt ihn, als sein Vater stirbt, vor eine schwierige Frage. Seine Frau möchte gerne noch ein Kind, aber das bedeutet für ihn, sich für immer von seinem Vater zu verabschieden.

Wenn ihr Wissen wollt, wie Tim sich entscheidet, dann guckt den Film!

Doch eine kleine Sache möchte ich euch aber noch gerne verraten. Tims Vater weiht ihn in seine Theorie für ein glückliches Leben ein. Er lebt nämlich jeden Tag doppelt. Das erste Mal ganz normal mit den kleinen Ärgernissen oder mit schlechter Laune. Das zweite Mal lebt er den Tag mit weit offenen Armen und genießt selbst die anfangs schlechten Ereignisse. Tim reift diese Theorie oder Strategie noch weiter aus und lebt gleich den ersten Tag als hätte er ihn schon mal erlebt und kann sich dadurch über jede Situation freuen.

Ich finde wir sollten uns ein Beispiel an Tims Lebensweise nehmen, denn genau wissen, wie lange wir leben, können wir nicht und wir sollten das Beste aus der uns gegebenen Zeit machen!

Also carpe diem (nutze den Tag)!

„old timer“ von Stiller Beobachter lizensiert unter CC BY‐SA 2.0