Heroin, Brown Sugar, H, Braunes, Schore oder Gift — in der Szene gibt es genug Namen für Heroin. Egal ob weiß, bräunlich, cremefarben oder graues Pulver, es handelt sich um Heroin. Hergestellt wird es aus Rohopium, das ist eine Substanz aus dem eingetrockneten Milchsaft des Schlafmohns. Bei der Einnahme gibt es keine Grenzen; es kann geraucht, gesnieft (durch die Nase) oder mit Zitronensaft verflüssigt werden und dann in eine Vene gespritzt werden(“gefixt“). Bevorzugt wird meistens der Ellenbogen oder Handrücken. Der Goldene Schuss, so wird die „Todes-Spritze“ genannt, liegt bei einem süchtigen Mensch bei ca. 60 mg. Die meisten Abhängigen kochen das Heroin über eine Feuerzeug mit Zitronensaft auf und ziehen es in eine Kanüle. Nein, in keine Saubere, meistens wird der Stoff in eine Kanüle gezogen, die andere Fixer (Heroin-Abhängige) auch schon im Arm hatten oder schlimmstenfalls auf der Toilette gefunden haben und dann dort “gereinigt“ hatten. Sobald das Heroin in der Vene ist, dauert der Rausch ca. 6–8 Stunden und die Pupillen werden ca. Stecknadelkopf groß. Der Preis für ein halbes Gramm liegt bei ca. 49 €.

Sobald jemand einmal Heroin genommen hat, ist man nicht gleich süchtig. Man hat einen Faktor, einen Gewissen Kik, den man wieder erleben möchte. Allerdings wird dieser Kik zum Verhängnis, man will ihn immer wieder spüren. Auch unter den Prominenten ist Heroin nicht unbekannt; die Schauspielerin Angelina Jolie wurde früher zwei bis drei mal die Woche mit Heroin und Kokain beliefert und auch Sängerin Courtney Love soll seit jungen Jahren Heroin und andere Opiate konsumiert haben.

 

 

„Syringe 2“ von John Twohig lizensiert unter CC BY-NC-ND 2.0