Point Break ist ein Actionfilm aus dem Jahr 2015, in dem sich das Leben der Protagonisten rein ums Adrenalin dreht — Nun, dies könnte man meinen…

Nachdem der einstige Extremsportler Johnny Utah aufgrund eines tödlichen Motorcrossunfalls seines Partners und Freundes das Handtuch hingeworfen hat, beginnt er als Agent beim FBI, wo gerade einige „verrückte“ Diebe für Unruhe sorgen. Sie haben einen Diamantenraub im obersten Stock eines Hochauses in Mumbai begangen und sind auf Motorrädern durch die Panoramafenster nach draußen gesprungen.

Wo dies bei seinen Kollegen große Fragen aufwirft, ist für Utah offensichtlich, dass es sich um Poilathleten (Extremsportler) handeln muss. Er lässt sich undercover einschleusen und entdeckt, dass es nicht die Sucht nach Adrenalin ist, die die Sportler dazu bringt ihr Leben aufs Spiel zu setzen.

Hinter acht lebensgefährlichen Prüfungen zu Ehren der Natur stecken die Osaki 8, entwickelt von einem Poliathleten und Umweltaktivisten.

 

  1. Aufsteigende Macht - Bezwingen der Stromschnellen der Livingstonefälle in Afrika
  2. Geburt des Himmels - Base-Jumping vom Mount Everest
  3. Erwachen der Erde — Fallschirmsprung in die Schwalbenhöhle in Mexiko
  4. Leben im Wasser — Surfen auf einer Riesenwelle vor Frankreich
  5. Leben im Wind — Wingsuit-Flug in den Alpen
  6. Leben im EisAbfahrt auf Snowboards von einem Gipfel in den Alpen
  7. Herr der sechs Leben - Free-Climbing am Berg des Salto- Àngel-Wasserfalls in Venezuela
  8. Der letzte Vertrauensbeweis Von der Klippe des Salto-Àngel-Wasserfalls in die Tiefe springen

 

Bohdi ist der Kopf des waghalsigen Trupps aus drei Extremen in Person. Johnny beschließt mit ihnen die Prüfungen zu bestreiten, um sie überführen zu können, jedoch entwickelt er Symphatie für ihre Weltanschauung, respektiert sie und nimmt teil an ihrer Suche nach dem Nirwana. Der innere Frieden und etwas an die Erde zurückzugeben ist das, was sie wollen. Johnny gerät zwangsläufig zwischen die Fronten. Der Rausch seines alten Lebens scheint sich ihm gegenüber zu stellen und sein Neues haucht ihm bereits in den Nacken, denn der Druck der Situation wird ihm bewusst, als Bohdi über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen.

Point break beschreibt den Nervenkitzel einer ganzen Reihe an Sportarten, die einem das Fürchten wieder lernen. Poliathleten leben bewusst am Limit, streben danach ihre Grenzen an der eigenen Haut zu spüren. Man könnte sie als verrückt bezeichnen, doch was ist es, was manche von uns so sehr reizt dem Tod auf die Pelle zu rücken?

Der Durchschnitt ist „out“

Ein Mensch sehnt sich offensichtlich nach dem Kick und nach der Erkundung seiner Möglichkeiten. Einmal klettern ohne Sicherung? Gerne. Denn was sollte sich freier anfühlen, als über den Köpfen aller zu schweben? Aus eigener Kraft tun sie das, doch ein Fehltritt und alles ist aus.

Der eine mag sich lieber in Sicherheit wiegen, für den Anderen stellt das Limit als endgültige Grenze einen solchen Genuss dar, dass es inetwa mit einer Droge vergleichbar ist. Bei dem gefahrträchtigen Erlebnis, beispielsweise mit einem Wingsuit von einer Klippe abzuspringen, schüttet der Körper einen ganzen Berg an den süßen, berauschenden Glückshormonen aus.

Das Problem ist, irgenwann wird es weniger berauschend. Der Kick lässt nach und der Horizont erweitert sich. Etwas Neues muss her. So gefährlich und frei wie möglich.

Wer weiß schon wo die endgültige Grenze liegt?

Doch leider weiß auch niemand, wie viele Menschen auf der Suche nach ihr, ihr Leben an den Rausch verlieren…

 

“ Breaking point“ von Melissa Emmons Photography lizensiert unter (CC BY-NC-ND 2.0)