Wir, die Schülerzeitung der Ursulinenschule Fritzlar wurden am 13.09.2018 von Andreas Grede einem Vertreter der Aktionsgemeinschaft Agrarwende Nordhessen e.V. zu einer Ausstellung im Naturkunde‐ Museum nach Kassel eingeladen. Das Austellungsthema war diesmal das Insektensterben. Die Ausstellung wechselt alle halbe Jahr. Der Grund für die Ausstellung war, dass der Leiter des Museums Herr Doktor Füldner dachte „Jetzt oder nie“. Die Idee dazu entstand im September 2017. Das Besondere an dieser Ausstellung ist, dass sie im Gegensatz zu normalen Austellungen selbst gebaut ist. Eröffnet wurde die Ausstellung im Juni 2018. Sofort wurde von Dr. Fuldner klargestellt: „Insektensterben ist nicht gleich Bienen sterben“.

Direkt zu Anfang wird klargestellt, was ein Insekt ist. Ein Insekt ist meist in drei Teile gegliedert ( Kopf, Rumpf und Hinterleib) außerdem haben Insekten meist sechs Beine. Außerdem sind Insekten die artenreichsten Lebewesen die es gibt. Allein in Deutschland gibt es ca. 50.000 Arten (weltweit ca. 1.000.000). Insekten sind auf Verschleiß ausgelegt, außerdem hängt die Population der Insekten vom Wetter ab. Im nächsten Raum wird verdeutlicht warum Insekten überhaupt sterben. Insekten sterben aufgrund von Landwirtschaft und den dabei eingestezen Spritzmitteln Glyphosat und Neonics (Neonicotinoide). Glyphosat und  Neonicotinoide  verwirren die Insekten, sodass sie nicht mehr fähig sind, sich selbst am Leben zu halten und z. B. ihr Nest nicht mehr finden oder sich nicht mehr fortpflanzen können. Dadurch, dass die Spritzmittel als feiner Sprühregen verteilt wird, verteilt sich das Spritzmittel durch den Wind und schon kleinste Mengen reichen, um Insekten zu verwirren. Obwohl man über die Schäden, welche es an den Insekten anrichtet Bescheid weiß, ist die Nutzung von der EU erlaubt. Die Spritzmittel werden verwendet, um eine ertragreichere und qualitativ hochwertigere Ernte zu erzielen. Durch die häufige Nutzung auf dem Land können Bienen mittlerweile besser in der Stadt leben als auf dem Land. In z. B. China ist das Bienensterben so weit voran geschritten, dass die Menschen dort ihre Pflanzen per Hand bestäuben müssen. In der von den Landwirten benutzten Gülle ist Nitrat, was in das Grundwasser sickert und es verschmutzt. Deshalb gibt es mitlerweile einen festgelegten Grenzwert für den Nitratgehalt in Gülle. Ein weiteres Thema der Ausstellung, was sich mit dem Thema des Insektensterbens ergänzt, ist die Umweltverschmutzung. Dieses Thema leitete Dr. Füldner mit der Frage: brauchen wir eine saubere Umwelt? ein. Für diesen Teil der Ausstellung haben die Mitarbeiter des Museums sogar ein Auto in das Museum gebracht, was laut Dr. Füldner nicht einfach war.

Andere Ursachen sind Lichtverschmutzung, Naturferne Gärten, Verkehrstote, Bodenversiegelung, Lebensraumzerschneidung, Klimawandel und mangelhafte Schutzgebiete. Als Tipp gibt Dr. Füldner um Insekten und die Umwelt zu schützen, dass man genau schauen soll, wo man einkauft, was man isst und ob es aus der Region ist oder aus dem Garten. Außerdem sind Insektenhotels nützlich.

Wir fanden die Ausstellung spannend und interessant. Wir fanden es erschreckend, dass das Sterben schon so stark vorangeschritten ist.

Hier ein paar Bilder der Ausstellung:

Quelle: Eigene Aufnahmen

Autoren: Niklas Wiegand, Nils‐Hendrik Girth, Til Unzicker, Moritz Witzel