Humane Papillomviren oder einfach HPV sind gefährliche Viren, die zu Krebs führen können. Jährlich erkranken rund 60.000 Menschen an Gebärmutterhalskrebsvorstufen und rund 7.800 weitere Krebserkrankungen tauchen bei Männern und Frauen auf. In Deutschland tritt Gebärmutterhalskrebs bei ca. 4.600 Frauen auf, ca. 1.600 sterben daran und weitere 120.000 Menschen leiden an Genitalwarzen. Verschiedene Krebsarten wie den Gebärmutterhalskrebs, Peniskrebs und den Analkrebs können durch eine HPV‐Infektion ausgelöst werden, sowie Krebserkrankungen im Rachen oder der Mundhöhle. Die Viren sind resistent gegen Austrocknung und werden durch eine Infektion über den Sexualkontakt oder durch eine Schmierinfektion im Genitalbereich übertragen. Auch Kondome bieten keinen effekitven Schutz, da eine Übertragung der Viren auch über Schamhaare oder die Haut erfolgt. Deswegen sollte man sich vor dem ersten Geschlechtsverkehr gegen humane Papillomviren impfen lassen.  Die Impfung, die in einem Abstand von sechs Monaten verabreicht wird, ist für Mädchen und Jungen im Alter von 9–14 Jahren vorgesehen. Geimpft wird in die Muskulatur des Oberarms. Die Impfungen gelten als gut verträglich, es können jedoch wie bei jeder anderen Impfung Nebenwirkungen auftreten. Diese beinhalten Hautreaktionen an der Einstichstelle und Kopfschmerzen, in seltenen Fällen auch Übelkeit, Schwindel, Fieber und Abgeschlagenheit. Man sollte sich jedoch nicht impfen lassen, wenn man gegen den Impfstoff oder gegen einen seiner Bestandteile allergisch reagiert oder wenn man sich in einer Schwangerschaft befindet.

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