• Schulleben

    Geposted am 25. Februar 2010.

    Geschrieben von Christopher Klee.

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    Christopher Klee über ein Praktikum bei der WDR-Sendung „Zimmer frei“

    Haben Sie noch ein Zim­mer frei?

    Chris­to­pher Klee (Jahr­gangs­stufe 13) berich­tet über einen Prak­ti­kums­tag bei der äußert erfolg­rei­chen WDR-Sendung „Zim­mer frei“


    Der Tag begann zunächst mit dem reins­ten Schnee­chaos auf der Auto­bahn Rich­tung Köln, wodurch sich meine Ankunfts­zeit in Köln bei den WDR-Studios etwas ver­zö­gerte. Als ich nun gegen 16 Uhr die Ein­gangs­hal­len des WDR betre­ten hatte und die Pfört­ner darum bat, mir das „Zim­mer Frei!“ Stu­dio zu zei­gen, wurde ich von der Redak­ti­ons­lei­tung auch schon gleich zu der Probe, wel­che schon begon­nen hatte, geführt. Diese war sozu­sa­gen eine Gene­ral­probe vor der Sen­dung, jedoch ohne den pro­mi­nen­ten Gast. Diese Rolle über­nahm ein Mit­ar­bei­ter aus der Redak­tion, wel­cher an jedem Dreh­tag die wun­der­volle Auf­gabe besitzt, den pro­mi­nen­ten Gast zu spie­len und mit Götz Als­mann und Chris­tine Wes­ter­mann den Ablauf der Sen­dung durch­zu­ge­hen. Außer­dem wur­den die geplan­ten Spiele und Aktio­nen getes­tet, die Ein­spiel­filme begut­ach­tet und die Posi­tio­nen der Gesprä­che mit dem Gast fest­ge­legt. Der pro­mi­nente Gast ist somit die ein­zige Per­son, wel­che vom Gesche­hen am Auf­zeich­nungs­tag nichts erfährt und dar­auf­hin spon­tan rea­gie­ren muss.

    Alex­an­dra Kamp bei Zim­mer frei! from Niklas Son­nen­schein on Vimeo.

    Nach die­ser sehr auf­re­gen­den Probe gab man mir die Chance, hin­ter die Kulis­sen von „Zim­mer Frei!“ zu schauen. Wer die Sen­dung kennt, weiß sicher­lich, dass ver­sucht wird, in die­ser Show ein gäs­teo­ri­en­tier­tes Zim­mer nach­zu­stel­len, in das der pro­mi­nente Gast nach der Abstim­mung des Publi­kums ein­zie­hen kann oder eben nicht. Natür­lich gehört in eine Woh­nung auch eine Toi­lette und ich kann bestä­ti­gen, dass diese Toi­lette in der Show nur eine Attrappe ist. Nun bekam ich außer­dem die Mög­lich­keit mich in den Büro­räu­men der Redak­tion umzu­schauen und sprach „auf eine Ziga­rette“ mit dem Redak­ti­ons­lei­ter des WDR, Hans-Georg Kell­ner. Er erklärte mir, dass die Show „Zim­mer Frei!“ eigent­lich nur ein Fern­seh­kon­zept für die Som­mer­pause der Maga­zine im Drit­ten sein sollte, wobei jedoch nach sechs Wochen und acht­zehn Fol­gen klar wurde, dass sie wei­ter machen wer­den. Die Show kam beim Publi­kum gut an, dies zeig­ten vor allem die hohen Ein­schalt­quo­ten. Dann war es auch schon end­lich soweit. Die Auf­zeich­nung rückte immer näher. Die Zuschauer im Stu­dio wur­den auf ihre Plätze ver­teilt und auch ich begab mich dort­hin. Chris­tine Wes­ter­mann wurde als ers­tes vom Publi­kum unter tosen­dem Applaus begrüßt und erzählte den Zuschau­ern, wer der heu­tige Gast sein wird, Alex­an­dra Kamp. Man kennt sie even­tu­ell aus der Film­ko­mö­die „Horst Schläm­mer – Isch kan­di­diere!“, bei der sie sich selbst spielte. Nun kam auch Götz Als­mann auf die Bühne, heizte mit sei­nem legen­dä­ren Warm-Up die Leute auf und machte ihnen unmiss­ver­ständ­lich klar, dass sie bloß kei­nen Unsinn, wie in die Kamera win­ken, machen soll­ten, da dies sonst „böse“ für den­je­ni­gen enden könnte. Das Beson­dere an „Zim­mer Frei!“ ist, dass es eigent­lich kei­nen Unter­schied zwi­schen einer Auf­zeich­nung und einer Live-Sendung gibt. Die Show wird ohne Unter­bre­chun­gen auf­ge­zeich­net und es wird nichts geschnit­ten. So war es auch dies­mal und als für Alex­an­dra Kamp eine Ein­spie­lung gezeigt wurde, bei der in ihrer Woh­nung eine Party statt­fand, schlug ihre gute, gelas­sene Hal­tung in einen völ­lig scho­ckier­ten und auf­ge­lös­ten Zustand um, da sie es nicht lei­den kann, wenn Leute ohne ihre Erlaub­nis in ihre Woh­nung kom­men. Man bekam tat­säch­lich schon Angst, dass sie gleich die Sen­dung abbricht und die Redak­tion auf­for­dert, die MAZ nicht wei­ter zu zei­gen. Doch die net­ten Anspra­chen ihrer Freunde und Kol­le­gen stimm­ten sie dann letzt­end­lich doch wie­der um und dem Freund, der die Party orga­ni­sierte und im Publi­kum saß, wurde ver­zie­hen. Außer­dem hatte der Komi­ker Johann König einen Auf­tritt in der Show und amü­sierte das Publi­kum und die Mode­ra­to­ren mit sei­nen klei­nen Sti­che­leien über den pro­mi­nen­ten Gast. Ein wei­te­res High­light war die Aftershow-Party nach der Sen­dung, wel­che statt­fand, da dies die letzte Folge der aktu­el­len Staf­fel war. Hier hatte ich noch mal die Mög­lich­keit, mich mit dem Gast und mit Götz Als­mann über die Sen­dung aus­zu­tau­schen. Alex­an­dra meinte, dass sich die Redak­tion des WDR sehr viel Mühe bei der Vor­be­rei­tung der Show gege­ben hätte und dass solch eine detail­ge­naue Recher­che bei ihren vie­len Besu­chen in Talk-Shows nie so „punkt­ge­nau“ gewe­sen wäre. Diese hät­ten meis­tens nur ver­schie­dene Maga­zine als Vor­lage benutzt, um sich über sie zu infor­mie­ren. Bei „Zim­mer Frei!“ würde sich jedoch inten­siv mit den Freun­den und Bekann­ten des Gas­tes aus­ein­an­der­ge­setzt wer­den, so Alex­an­dra. Es fühle sich an „wie der 70. Geburts­tag, da alle Freunde und Bekannte für eine Per­son zusam­men­kom­men“. Bei einem Gespräch mit Götz Als­mann, wel­cher, ähnlich wie auch Alex­an­dra Kamp, sehr locker her­über­kam und gerne bereit für jede Frage von mir war, sagte mir, dass eine Per­son, wie Alex­an­dra Kamp, ein idea­ler Gast sei. „Sie machte alles mit, war auf­ge­weckt und für jede Aktion in der Show bereit“, so Als­mann. Auf die Frage, wie er über­haupt zu „Zim­mer Frei!“ gekom­men sei, erklärte er mir, dass er zuvor in einer Late-Night-Show mit­wirkte, wel­che jedoch „floppte“. So kam es 1996 dazu, dass sich der WDR als männ­li­chen Mode­ra­tor für den „Som­mer­pau­sen­fül­ler Zim­mer Frei!“ Götz Als­mann vor­stellte. Als er jedoch die­sem Sen­dungs­for­mat zustimmte, ahnte er nicht, dass er eine der wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen sei­ner Kar­riere getrof­fen hatte. Alles in allem war die­ser Tag eine sehr lehr­rei­che Erfah­rung für mich und ich fand her­aus, dass die Pro­mis eigent­lich auch nur Men­schen sind. Wer nun Inter­esse daran hat, wie es sich genau in der Show abge­spielt hat und warum Alex­an­dra dachte, dass sie nie zu „Zim­mer Frei!“ ein­ge­la­den wird, kann sich die Sen­dung am 28. Februar um 22.15 Uhr im WDR Fern­se­hen anschauen.

    Ein Bericht von Chris­to­pher Klee, Jahr­gangs­stufe 13

    Dieser Artikel wurde am Donnerstag, den 25. Februar 2010 um 19:35 unter der Kategorie Schulleben geposted. Du kannst den RSS 2.0 Feed abonnieren, um über Kommentare zu diesem Artikel auf dem Laufenden zu bleiben. Hinterlass' doch mal eine Antwort!
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