• Unterhaltung

    Geposted am 16. Juni 2010.

    Geschrieben von Alina Griesel.

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    Die Mut­ter von Pros­per und Boni­fa­zius erzählte ihren Söh­nen immer viel von Vene­dig. Sie schwärmte von der Magie der Stadt des Mon­des. Nach dem Tod ihrer Mut­ter haben die bei­den Jun­gen nie­man­dem mehr, außer Tante Esther und Onkel Maxi­mi­lian Hart­lieb. Esther hat beschlos­sen, den sechs­jäh­ri­gen Boni­fa­zius zu adop­tie­ren, wäh­rend Pros­per in ein Wai­sen­haus geschickt wer­den soll. Kur­zer­hand bricht Pros­per aus dem Heim aus, holt sei­nen klei­nen Bru­der und flieht mit ihm zum Bahn­hof. In einem Zug, der nach Süden fährt, rei­sen sie als blinde Pas­sa­giere nach Vene­dig. Dort irren sie als ein­same Stra­ßen­kin­der durch die Gas­sen der Stadt. Schon bald bekommt Bo eine schlimme Erkäl­tung. Als Pros­per in einer Apo­theke Hus­ten­saft klauen will, erwischt der Apo­the­ker ihn. Schnell flüch­ten die bei­den Brü­der, doch der Apo­the­ker ist ihnen dicht auf den Fer­sen. Durch einen Frem­den mit schwar­zer Vogel­maske, der kaum älter ist als Prop­ser, wer­den sie geret­tet. Die bei­den Brü­der flüch­ten sich in einen schmut­zi­gen Haus­ein­gang, wo sie von ihrem mys­te­riö­sen Ret­ter gefun­den wer­den. Er stellt sich als „Herr der Diebe“ vor. Sofort ist Bo begeis­tert von dem Sech­zehn­jäh­ri­gen, wäh­rend Pros­per eher miss­trau­isch wirkt. Schließ­lich über­re­det Bo sei­nen gro­ßen Bru­der mit dem „Herr der Diebe“ in das „Ster­nen­ver­steck“ zu flie­hen. Es ist ein ver­las­se­nes Kino namens Stella, in dem bereits drei Kin­der Unter­schlupf gefun­den haben. Ein Mäd­chen, das von allen wegen ihrem dün­nen, sta­che­li­gen Zopf nur Wespe genannt wird, ein dun­kel­häu­ti­ger Junge namens Mosca und ein Junge, der dank sei­ner sta­che­li­gen Haare nur Ric­cio (ita­lie­nisch für „Igel“) genannt wird. Schon bald neh­men die Kin­der Pros­per und Bo auf und sie wach­sen zu einer klei­nen Fami­lie zusam­men. Von Bar­ba­rossa, einem fie­sen Schwarz­markt­händ­ler, bekom­men sie einen Auf­trag. Einer sei­ner Kun­den sucht einen Dieb, der etwas für ihn „besorgt“. Pros­per will Sci­pio, dem Herr der Diebe, nichts von dem Auf­trag erzäh­len, doch Ric­cio plau­dert alles aus. Begeis­tert nimmt Sci­pio den Auf­trag an und beschließt, dass seine Freunde ihm dies­mal hel­fen dür­fen. Mit ihrem Auf­trag­ge­ber tref­fen die Freunde sich im Beicht­stuhl einer Basi­lika. Sie sol­len für den alten Mann aus dem Haus von Ida Spa­vento einen alten Holz­flü­gel steh­len. Zwar ist es ihnen ein Rät­sel warum, aber der Mann ver­spricht ihnen viel Geld als Bezah­lung. Also beschlie­ßen sie, so schnell wie mög­lich in das Haus ein­zu­bre­chen. Bei dem Pri­vat­de­tek­tiv Vic­tor Getz unter­des­sen fin­den sich Tante Esther und Onkel Maxi­mi­lian Hart­lieb ein und berich­ten dem Detek­tiv von den Gescheh­nis­sen. Vic­tor nimmt den Auf­trag an und sucht die bei­den Jun­gen in Vene­dig. Tat­säch­lich ent­deckt er nach eini­ger Zeit eine Spur, die ihn zu den Kin­dern führt. Er geht zu Dot­tor Mas­simo, dem Besit­zer des ver­las­se­nen Kinos und will sich die Schlüs­sel holen. Der Dot­tore ist bereit sie ihm aus­zu­hän­di­gen. Als plötz­lich der Sohn des Dot­tore den Raum betritt, erkennt Vic­tor in ihm den „Herr der Diebe“. Eine wilde Ver­fol­gungs­jagd beginnt. Sci­pio rennt zum ver­las­se­nen Kino, um seine Freunde zu war­nen. Tat­säch­lich schafft er es und die Kin­der über­wäl­ti­gen Vic­tor und neh­men ihn gefan­gen. Gefes­selt schlie­ßen sie ihn auf der ehe­ma­li­gen Toi­lette des Kinos ein. Eines Tages erzählt der Gefan­gene ihnen, dass Sci­pio nicht der ist, für den er sich aus­gibt. Sie wol­len ihm nicht glau­ben und gehen zu der Adresse, die Vic­tor ihnen genannt hat. Tat­säch­lich tref­fen sie ihren gelieb­ten Anfüh­rer dort an, in pik­fei­ner Klei­dung und von Haus­mäd­chen umge­ben. Wütend und ent­täuscht beschlie­ßen sie Sci­pio für immer aus ihrem Leben zu ver­ban­nen und wol­len auch den Ein­bruch allein wagen. In der Zeit bricht Vic­tor geschickt aus sei­nem impro­vi­sier­ten Gefäng­nis aus. Tat­säch­lich wagen die Kin­der es und bre­chen in Ida Spa­ven­tos Villa ein. Alles läuft nach Plan, nie­mand scheint da zu sein, nicht ein­mal die dicke Haus­häl­te­rin. Den Flü­gel fin­den sie nicht, doch sie tref­fen auf Sci­pio, der den Ein­bruch sei­ner­seits aus­füh­ren wollte. Wütend schi­cken sie ihn weg, doch dann wer­den sie von der Besit­ze­rin des Hau­ses, Ida Spa­vento, über­rascht, die mit einem Gewehr ins Zim­mer stürmt. Sci­pio ent­reißt ihr die Waffe, doch diese ist nicht ein­mal gela­den. Nach­dem die Kin­der sie davon über­zeu­gen konn­ten, dass sie nur den alten Holz­flü­gel woll­ten, über­gibt Ida ihnen den Flü­gel und führt sie in die Küche. Dort erzählt sie ihnen die Geschichte der Her­kunft des Flü­gels. Angeb­lich stammt er von einem ver­zau­ber­ten Karus­sell, dem Karus­sell der Barm­her­zi­gen Schwes­tern, das alte Men­schen zu Kin­dern und Kin­der zu Erwach­se­nen machen konnte. Sci­pio ist fest ent­schlos­sen, auf dem Karus­sell zu fah­ren, um sei­nem Vater end­lich die Mei­nung sagen zu kön­nen. Sie orga­ni­sie­ren ein Tref­fen mit ihrem Auf­trag­ge­ber um Mit­ter­nacht in der Lagune. Und sie fol­gen ihm stun­den­lang mit einem Motor­boot übers Was­ser, bis sie zur Isola Secreta, zur ver­bo­te­nen Insel gelan­gen. Ein gro­ßes Aben­teuer vol­ler Risi­ken beginnt für die Freunde …

    Dieser Artikel wurde am Mittwoch, den 16. Juni 2010 um 13:28 unter der Kategorie Unterhaltung geposted. Du kannst den RSS 2.0 Feed abonnieren, um über Kommentare zu diesem Artikel auf dem Laufenden zu bleiben. Hinterlass' doch mal eine Antwort!
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