Die Streitschlichter der Ursulinenschule – jeder kennt sie. Doch was machen sie eigentlich genau? Schreiben sie uns etwa eine Lösung vor, mit der wir dann klarkommen müssen? Ganz im Gegenteil! Die Streitschlichter wollen uns helfen eine gemeinsame Lösung zu finden, sie übernehmen nur die Gesprächsleitung.
Die beiden Streitenden – die Streitparteien – bekommen die Möglichkeit den Konflikt aus ihrer Sicht zu erzählen. Sie dürfen erzählen, wie es ihnen in dem Streit ging und was sie besonders blöd fanden.
Danach folgt ein Rollenwechsel, in dem die Schüler sich hinter den Stuhl des jeweils Anderen stellen. Sie haben nun die Möglichkeit den Streit aus der Sicht des Anderen zu schildern. Nachdem sie damit fertig sind, sind sie meist schon dazu bereit den Streit zu beenden.
Um eine gemeinsame Lösung zu finden, bekommen sie blaue und gelbe Karten. Auf den blauen Karten steht: „Ich erwarte …“ und auf den gelben steht: „Ich bin bereit …“.
Jeder darf so viele Karten ausfüllen wie er möchte. Wenn die beiden fertig sind, schauen sie, ob sie eine Lösung finden.
Zum Beispiel schreibt Streitpartei A: „Ich bin bereit mich bei ihm zu entschuldigen.“
Passend dazu schreibt Streitpartei B: „Ich erwarte, dass sie sich entschuldigt.“
Die Lösung wird dann auf einem sogenannten Schlichtungsformular festgehalten.
Als Letztes wird noch ein Überprüfungstermin festgelegt, an dem kontrolliert wird, ob die Schüler sich auch wirklich an die vereinbarte Lösung halten.

