Manche fahren mit ihnen den Fahrstuhl hoch, die meisten fahren ihn aber mit ihnen runter. Die Medien.
Vor allem die sogenannte Regenbogenpresse, wie z.B. die Bunte oder das Neue Blatt aber auch die BILD sind auf Schlagzeilen und Skandale aus.

In der Regenbogenpresse werden vor allem Bilder von Paparazzis veröffentlicht, die teilweise die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Personen stark verletzen. Die BILD versucht durch eine Aktion die Leser zu animieren Fotos von Promis zu schießen, die sie etwa auf der Straße sehen. Andere Fotos sind bewusst so geschossen, dass der Leser denkt, die abgebildete Person hätte von dem Paparazzi nichts mitbekommen. Personen wie etwa Michael Schumacher haben gelernt mit dem Medienrummel dieser Art umzugehen und verkaufen die Exklusivrechte von manchen Ereignissen, wie z.B.seiner Hochzeit oder das erste Foto von seinem Sohn gezielt an bestimmte Klatschzeitungen. Doch dies ist nur der kleinste Teil einer reißerischen Berichterstattung.

Medien können auch Staatskrisen auslösen, wie etwa die Spiegel‐Affäre Anfang der 1960er Jahre, in deren Verlauf der damalige Verteidigungsminister Franz Josef Strauß zurücktreten musste, da er ohne Wissen des Justizministers Verhaftungen angeordnet hatte, die die Redakteure des Spiegels betrafen. Zwar waren die Durchsuchungen des Verlagshauses genehmigt worden, doch Strauß hatte übereifrig die Polizeiermittlungen vorangetrieben, in deren Folge gegen die Spiegelredaktion und sogar gegen den späteren Bundeskanzler und damaligen Innensenator von Hamburg Helmut Schmidt wegen Landesverrats ermittelt wurde. Grund für diese Affäre war ein Artikel, in dem die mangelnde Einsatzbereitschaft der Bundeswehr im Falle eines Angriffes auf Deutschland kritisiert wurde. Der betreffende Artikel war sauber recherchiert worden und entsprach den Tatsachen, doch der Chefredakteur des Spiegels Rudolf Augstein und Bundesminister Strauß waren verfeindet, was die Situation noch weiter erhitzte, genauso wie die Tatsache, dass Augstein 103 Tage unschuldig in Untersuchungshaft saß. Schließlich wurde diese Affäre als Stärkung der Pressefreiheit emfunden.

Ein Gegenteil dieser sauberen Berichterstattung ist die BILD. Ihre Artikel sind auf Skandale aus und beschuldigen Personen grundlos. Günther Walraff wurde z.B. von der BILD als Stasi‐Spitzel bezeichnet, worauf er die Zeitung verklagte und gewann. Studien haben festgestellt, dass die BILD außerdem einschlägig über bestimmte Parteien schreibt, obwohl sich die Zeitung als überparteilich bezeichnet. Die BILD wird auch beschuldigt das Attentat auf den Studentenführer Rudi Dutschke durch einschlägige Berichte provoziert zu haben, an dessen Spätfolgen der Studentenführer 1979 in Dänemark starb.