Die Frage nach Glück beschäftigt uns alle. Doch was ist, wenn wir das Glück nie finden, wo wir es suchen? Oder wenn wir erst aufbrechen müssen, um die wahre Bedeutung von Glück zu verstehen?

Viele Menschen behaupten, dass Fehler in unserem System vorhanden seien. Diejenigen versuchen sich mit allem, was sie haben, gegen das System zu wehren. Sie versuchen wegzulaufen, um dem Risiko zu entgehen, im System unterzugehen. Diese werden als Aussteiger bezeichnet. Weit zurückliegend in der Weltgeschichte hört man von Aussteigern, wie zum Beispiel Diogenes in der griechischen Antike und die Einsiedlermönche in der christlichen Frühzeit. Heute findet man Aussteiger in der Hippie Szene oder der new‐age‐Bewegung. Christopher McCandless ist einer der bekanntesten Aussteiger der letzen Jahre. Bekannt machte ihn das Buch „Into the Wild“ von Jon Krakauer, sowie der gleichnamige Film von Sean Penn aus dem Jahr 2007. McCandless war der Meinung, er fände sein eigenes Glück in der freien Natur. Dazu trieb ihn der Drang, den er früh in seiner Kindheit entwickelte. Ein Grund dessen waren seine familiären Umstände. Er wuchs mit seiner Schwester in einer wohlhabenden Familie auf. McCandless lehnte den Wohlstand seiner Familie strikt ab. Nach seinem Studium fasste er einen Entschluss. Er wollte ein Leben ohne Wohlstand und in Keuschheit leben. Die Idee bekam er durch die Lektüre von Tolstoi. Jack Londons Lektüre „Wolfsblut“ faszinierte ihn für Alaska. Aufgrund seiner Faszination brach er nach einer zweijährigen Wanderschaft durch Amerika nach Alaska auf. Während seiner Reise schickte er immer wieder Postkarten und Briefe an seine Freunde und Reisebekanntschaften, brach jedoch den Kontakt zu seinen Eltern ab. Per Anhalter kam er nach Fairbanks. Nach der Überquerung des Teklania Rivers und einer viertägigen Wanderschaft erreichte er sein Ziel: die nördliche Aussparung des Denali‐Nationalparks. Dort fand er einen alten Bus, der Straßenbauarbeitern der Yutan Construcion Company gedient hatte.

Er starb im Alter von 24 Jahren am 18. August 1992, seinem geschätzen Todestag. Nach dem vergeblichen Versuch, im Juni über den Fluss zurück nach Healy zu gelangen, der wegen der Sommerschmelze unüberquerbar war, fanden 19 Tage später Elchjäger seine Leiche. Jon Krakauer nennt in seinem Buch mehrere Ursachen für McCandless Tod, zum Beispiel Hungertod und Vergiftung. McCandless‘ Geschichte bekam viel negative Kritik, u.a. wegen seiner Naivität und seinem Tod, den er mit Hilfe einer detaillierten Landkarte hätte verhindern können.

Die Antwort auf die Frage, ob das Glück in Alsaka den Tod wert war, nahm McCandless mit ins Grab.