Diese Geschichte wurde von einem 10-jährigen Jungen überschrieben.

Es war einmal ein Wolf, der ist in einem armen Wolfsrudel aufgewachsen. Sie hatten sehr wenig Nahrung und hungerten. Da sagte er: „Ich will wandern gehen und Beeren pflücken. “Sie wollten niemanden töten, weil sie Vegetarier waren. Er wollte einen Beutel hohlen, damit er die Beeren Transportieren konnte. Er schaute in der Küche in den Schubladen, doch er konnte keinen Beutel finden. Er schaute auch auf dem Dachboden und fand auf den ersten Blick nichts, doch als er genauer hinschaute, fand er einen zwar kleinen, aber Wunderschön bestickten Baumwollbeutel, der sehr flauschig war.

Als er sich aufmachen wollte, verabschiedete er sich von allen. Er machte sich auf den Weg nach Norden, weil da die meisten Beeren wachsen. Er wanderte bestimmt eine halbe Stunde, bis er eine Pause brauchte. Er setzte sich auf einen großen Felsen, neben einem Trampelpfad. Er hörte jemanden Pfeifen und fragte sich: wer ist das? Er versteckte den Prächtigen Beutel hinter dem Stein und hoffte, dass der schöne Beutel nicht dreckig wurde. Als das Pfeifen lauter und lauter wurde, fragte er sich mehr und mehr wer das wohl sein mochte. Doch als sie um die Ecke kam, sah er, dass es ein Mädchen war. Er fragte sie: „Wissen sie, wo Beeren zu finden sind?“ Das Mädchen hielt abrupt an. Es fragte den Wolf ängstlich: „W w w wer b b bist d d du?“ „Ich bin der Wolf Harald“, erwiderte er, „Und wie heißen sie, wenn ich fragen darf?“ „Ich b bin Rotkäppchen“, antwortete sie immer noch ängstlich. „Keine Angst, ich werde dich nicht auffressen. Ich bin Vegetarier“, sagte er gelassen. Rotkäppchen beruhigte das aber nur ein bisschen. Sie war immer noch Skeptisch. „Nochmal zu meiner Frage: weißt du jetzt, wo die Beeren sind?“, fragte Harald. „Du musst einfach nur dem Weg folgen, ich gehe auch dorthin“, scherzte sie.

Das einzige was sie im Kopf hatte, war ihn zu essen. Sie dachte: Wolf als Abendbrot wäre lecker! „Oh danke. Willst du auf meinem Rücken dorthin reiten?“ fragte Harald freudig. Rotkäppchen verwarf schnell den Gedanken, ihn zu essen. „Au, ja!“, rief sie von der Freude angesteckt. Rotkäppchen kletterte vorsichtig auf seinen Rücken, um ihn nicht zu verletzen. „Sag mal, was ist eigentlich in deinem Körbchen?“, fragte Harald interessiert. Da fiel Rotkäppchen ein, dass sie noch eine Mission hatte. Und sie antwortete: „Oh! Dieses Körbchen muss ich zu meiner Großmutter bringen, denn sie ist sehr krank. In ihrem Garten sind auch die Beeren, die du suchst“, redete sie sich aus der Lüge raus. „Gut. Wie lautet eigentlich dein richtiger Name?“, fragte Harald daraufhin. Rotkäppchen antwortete: „Rotkäppchen ist eigentlich nur mein Spitzname, weil ich so ein rotes Käppchen trage. Mein richtiger Name ist Gisela.“ „Ein sehr interessanter Name“, sagte Harald ein bisschen belustigt beim Laufen. Und so fragten sie sich gegenseitig Fragen wie „Was ist dein Lieblingsessen?“ den ganzen Weg lang.

Als sie schließlich in der Ferne eine recht schlichte, kleine, unscheinbare Hütte sahen, fiel Harald plötzlich der prächtige Baumwollbeutel wieder ein: „Oh nein! Ich habe meinen Baumwollbeutel vergessen!“ „Keine Sorge, wir werden bestimmt bei meiner Großmutter, warte, meine Großmutter! Sie wird nicht sehr erfreut sein, einen Wolf als Gast zu haben!“, rief sie schockiert, „Du solltest mich hinter einem Baum absteigen lassen. Das wäre sicherer. Moment, du kannst mein Körbchen zum Beeren sammeln nehmen! Ich kann den Kuchen und den Wein auch so tragen. Nur das Problem ist, dass meine Großmutter dich sehen könnte wie du Beeren pflückst.“. „Am besten wäre, dass du ihr die Wahrheit sagst“, erwiderte Harald. So gingen sie vor die Tür und wollten klopfen, als die Tür auffiel.

Gisela rief: „Großmutter? Ich bin´s Rotkäppchen!“ „Ja! Komm zu mir an mein Bett ~schnauf~“, ertönte eine heisere Stimme. Sie machte sich Sorgen um Harald. Was, wenn meine Großmutter den Jäger ruft? Wie; Als könnte Harald Gedanken lesen, blieb er dort gehorsam stehen. Gisela stellte ihr Körbchen auf einen Tisch und rannte zum Bett. Der Wolf Harald hörte, wie sich die Beiden unterhielten, konnte sie jedoch nicht verstehen. Also entschied er, sich nützlich zu machen. Er stellte Gläser und Teller aus der Spüle auf den Tisch und stellte den Kuchen in die Mitte, neben den Wein.

Als er fertig war, kamen wie gerufen Gisela und ihre Großmutter. Die Großmutter begutachtete den Wolf misstrauisch, doch als sie den voll gedeckten Tisch sah, sah sie ihn mit großen Augen an: „Wow! Hast du den Tisch gedeckt?“, fragte sie mit dem Blick auf Harald. Er antwortete nur mit einem schüchternen nicken. „Toll! Jetzt lass uns essen! Oh, und natürlich auch fressen!“, sagte sie, als ob sie gerade einen Gesundheits-Kick hätte. „Was, ich soll mitfressen?“, fragte der Wolf verblüfft. „Klar, du warst doch der, der Rotkäppchen beschützt hat, oder nicht?“, sagte die Großmutter, als wäre es selbstverständlich. Dann setzten sich alle an den Tisch und aßen und fraßen. Nachdem sie fertig waren, räumte die Großmutter gestärkt den Tisch ab. Der Wolf bedankte sich und wollte gehen, als Gisela fragte: „Du gehst jetzt schon? Du könntest doch bei und bleiben und wir würden uns um dich kümmern. Willst du das?“ „Ja, das würde ich gern!“, rief er erfreut. Rotkäppchen schaute ihre Großmutter fragend an und sie nickte. Vor Freude machte Gisela einen Luftsprung. Von nun an lebte Harald bei der Großmutter und freute sich immer, wenn Gisela kommt.

Und wenn der Baumwollbeutel nicht verrottet ist, dann liegt er da noch heute, oder nicht? Das war doch richtig so, oder?“ „Ja, war es“, antwortete der Reporter, „Sie haben gerade die Lebensgeschichte von Harald von ihm selbst erzählt bekommen!“ „Puh war das cool! Ein richtig tolles Märchen!“, sagte ein Junge, der gerade mit der Fernbedienung den Fernseher ausschaltete. „Ja, das war wirklich toll!“, erwiderte ein Mädchen, das neben ihm saß.

Ende

Robert Lautenschlager 5G3

Bild von Brandon Serna Correa auf Pixabay